Achtung Hasenpest (Tularämie)

Ein Landwirt aus Welda hat auf seiner Wiese am Königsberg, einen verendeten Feldhasen gefunden und unserem Jagdpächter Ferdinand Reilmann übergeben.

Dieser hat den Hasen von dem Veterinäramt in Detmold untersuchen lassen, mit dem Ergebnis, dass der Hase an Turalämie (Hasenpest) infiziert war und verendet ist.

Die Hasenpest ist eine hoch ansteckende Krankheit die auf Mensch und Tier übertragen werden kann, darum bitte Vorsicht mit verendeten Tieren und auch an die vielen Hundehalter, die sich in der Natur bewegen!

Welda ist digital bestens aufgestellt – Dorf-Forum bewährt sich

Unter dem Motto „Welda verbindet“ startete die Dorfgemeinschaft Welda vor sechs Monaten ihr innovatives, kommunikatives Projekt und zieht nun die erste Bilanz.

In und über Welda gibt es nicht nur viel zu berichten, sondern es besteht durchaus großes Interesse an den digital abrufbaren Informationen aus dem schönen Twistedorf im südlichen Zipfel des Warburger Landes.

„Aktuell werden auf dem Weldaer Server die Internetseiten der Dorfgemeinschaft e.V., des Heimatschutzverein Welda e.V., sowie das neu installierte Dorf-Forum betrieben“, erläutert Ortsvorsteher Hubertus Kuhaupt. „Dort hat man nicht nur weltweit Zugriff auf über 180 informelle Seiten und über 350 Beiträge, sondern kann sich auch an mehreren tausend Fotos und über zwei Dutzend Videos erfreuen.

„Auch die umfangreiche Weldaer Dorfchronik, gefüllt mit über 800 DIN-A4-Seiten voll historischer Fotos, Urkunden und Informationen kann man nach Herzenslust durchstöbern und sich in die 1.185-jährige Dorfhistorie einlesen und ausführlich über unsere Ortschaft informieren.“, ergänzt der Ortsvorsteher.

Heinz Marquardt von der Arbeitsgruppe Ortsheimatpflege ist auch mit im digitalen Boot und zukünftig stehen noch viele Veröffentlichungen des umfassenden Weldaer Dorfarchivs auf der Agenda des örtlichen Digitalteams.

„Innerhalb der letzten 6 Monate wurden auf unsere digitalen Angebote über 56.000 Besuchersitzungen registriert und über 300.000 Einzelseitenabrufe protokolliert.“, berichtet der Digitalbeauftragte Holger Sprenger. „Für eine Ortschaft mit rund 800 Einwohner*innen ist das mehr als beachtlich.“ „Die Auswertung unseres Servers ergab, dass über 46.000 Zugriffe nicht mit mobilen Browsern, sondern mittels PC und Laptop erfolgten. Das sind mehr als 80 Prozent. Nur weniger als 20 Prozent nutzten für die Abrufe ihr Smartphone.“, so Holger Sprenger.

„Vorab waren wir bei einer Nutzeranalyse größerer Internetforen bereits darauf gestoßen, dass dort auch nur ein kleiner Teil das Smartphone nutzte. Auch darum hatten wir uns bei der geplanten Dorfkommunikation gegen eine Smartphone-abhängige App oder einen Messenger-Dienst entschieden.“, erinnert der Digitalbeauftragte.

Die letzten sechs Monate haben gezeigt, dass es für Welda genau die richtige Entscheidung war, ein Dorf-Forum für alle internetfähigen Betriebsysteme zu installieren, um damit zukünftig möglichst viele Bürger*innen zu erreichen.

Sprenger erklärt weiter: „Mit einer Smartphone-abhängigen App hätten wir über dreiviertel unserer Bürger*innen nicht erreichen können und von der Kommunikationsmöglichkeit ausgeschlossen.“ „Durch die coronabedingten Kontaktbeschränkungen hätten wir unseren Bürger*innen eine App ohnehin nicht persönlich näherbringen oder von deren Nutzung überzeugen können. Die mangelnden Kontaktmöglichkeiten waren natürlich schwierige Startbedingungen, aber gerade diese Auswirkungen der Pandemie sollten ja durch die neue digitale Informations- und Kommunikationsmöglichkeit abgemildert werden.“ „Zudem hatten wir den Anspruch die Informationen künftig über die Wege zu unseren Nutzern zu bringen, mit denen sie bereits vertraut sind und ohne dazu extra etwas erlernen oder sich ein teures Smartphone anschaffen zu müssen.“

Welda Digitalisierung Ortseingang

Digitalisierung am Ortseingang – von links: Hubertus Kuhaupt, Holger Sprenger und Heinz Marquardt

Um zu erfahren, ob es etwas Neues gibt, muss man die Internetseiten des Dorfes auch nicht mehr ständig aufrufen. Sobald neue Beiträge erscheinen, wird man per E-Mail informiert. Bei der Seite des Heimatschutzvereins übernimmt das bereits erfolgreich der digitale Schützenbote und das Dorf-Forum setzt bei Neuigkeiten automatisch eine Nachricht ab. „Mit der guten alten Email erreicht man einfach jeden.“, führt Sprenger fort. „Im Vergleich zu großen Kommunen, die auf eine App setzen, schneidet unser Dorf-Forum mit fast doppelt soviel Beiträgen pro Monat auch in den Aktivitäten sehr gut ab.“

Aber nicht nur in der Performance, sondern auch in Sachen Geschwindigkeit punktet das beliebig ausbaufähige Dorf-Forum, wenn es seine Informationen – auch unterwegs in der Hosentasche – in Sekundenschnelle bereitstellt. Wer das  selbst ausprobieren möchte, findet das Dorf-Forum unter: https://dorf-forum.welda.de.

„Mittlerweile erreichen wir mit unserem umfassenden Informationsangebot auf dem digitalen und mit unseren Dorfblatt-Abonnenten auf dem analogen Weg bereits die Hälfte unserer Haushalte.“, resümiert Ortsvorsteher Hubertus Kuhaupt und sieht hier noch deutliches Potential, sobald das von allen ersehnte Dorfleben in Welda und entsprechende Informationsveranstaltungen wieder stattfinden können.

 

Welda veröffentlicht das Heimatblatt Nr. 2 vom April 1986

Weldaer Heimatblaetter

Welda veröffentlicht das Heimatbllatt Nr. 2 vom April 1986

Die zweite Ausgabe vom April 1986 widmet sich mit vielen Skizzen und Aufzeichnungen den Heiligenhäusern und Ehrenmalen in Welda

Direkt zum Heimatblatt Welda Nr. 2 – vom April 1986

Mai-Impressionen

Der Abend des letzten Maitags spendete endlich einen klaren Himmel und die Sonne schien kräftig genug, um Welda auch von Westen abzulichten.

Impressionen am letzten Maitag aus Welda

Welda – die Glocken von St. Kilian läuten 100 Jahre

Ende Mai 1921 läuteten die neuen Glocken der katholischen Pfarrkirche St. Kilian in Welda zum ersten Mal und sie läuten heuer zu ihrem eigenen 100-jährigen Jubiläum.

100 Jahre St. Kilian Glocken - WeldaAls Ende Juli 1914 in Welda und im Warburger Land die beängstigende Nachricht über den bevorstehenden Krieg bekannt wurde, vermochte seinerzeit keiner dessen Dauer, Ausmaß und seine fürchterlichen Auswirkungen auch nur zu erahnen.

Bereits vom 2. bis 6. August 1914 erfolgten die Mobilmachungstage, an denen auch 32 Söhne der Weldaer Familien zum Krieg eingezogen wurden. Im Laufe des Krieges und des Landsturms erhöhte sich die Zahl der Einberufenen aus Welda auf 81 Personen. Jeder vierte überlebte den Krieg nicht. Zu dieser Zeit beheimatete Welda über 100 Familien.

Von 1914 bis 1918 forderte der erste Weltkrieg über 20 Millionen Opfer und Kriegsgefallene. Darunter über 2 Millionen Soldaten und über 426.000 Zivilisten aus Deutschland.

Als die unverzichtbaren Metallvorräte für die Kriegsindustrie zur Neige gingen, mussten auf Anordnung der deutschen Reichsregierung vom 1. März 1917 auch Kirchenglocken, Orgelpfeifen und andere Metallgegenstände zum Einschmelzen abgegeben werden.

Nach den Prospektpfeifen der Kirchenorgel mussten am 6. August 1917 auch die beiden Kirchenglocken von St. Kilian in Welda abgenommen und für die Waffenproduktion geopfert werden.

Welda - Kiliansglocken 1917Darunter waren die im Jahr 1854 von Henschel & Sohn gegossene Kiliansglocke mit der Inschrift:

Kilianus vocor Plebum voco. Congrego Clerum, Defunctos ploro Laudo Deum, Festa honora. Umgegossen für die Gemeinde Welda von Henschel & Sohn in Cassel 1854“.

Diese Glocke hatte keine Verzierungen und wog 473 kg.

Die zweite Glocke aus 1797 hatte sehr schöne Blattornamente und wog 223 kg.

Auf einer Seite stand:

„S: Kilian † KIRCHEN

PATRON S: LIBORIUS LAND

Diese Gemeinheits Glocke hat gegossen Kutschbach Anno 1797.

Gevatter sind geworden F: FRAU und Dessen HR: SOHN BARON F: V: BRACKEL.“

So verstummte in Welda der Turm von St. Kilian und schwieg fast 4 Jahre lang.

Mit dem Verstummen der Glocken ging die Zeit der großen Verluste, Not, Hunger, Leid und Entbehrungen einher. Viele Weldaer waren im Krieg und in Gefangenschaft. Jeder Betrieb musste große Teile abgeben. Zuletzt soviel, dass es selbst zum Leben kaum ausreichte.

Auf der am 17. November 1920 enthüllten Gedenktafel an der St. Kiliankirche wurden 21 Familiennamen, die auch heute noch in Welda vertreten sind, der durch den 1. Weltkrieg gefallenen Soldaten eingemeißelt.

Welda St. Kilian - GefallenenehrungDie 21 Inschriften auf dieser Gedenktafel und die 43 Namen der Gefallenen aus dem 2. Weltkrieg erinnern heute zum einen daran, dass Krieg nicht weit weg, sondern einst mitten unter uns war, und zum anderen, dass Frieden nicht selbstverständlich ist, sondern stets auch verantwortungsvoll gepflegt und verteidigt werden muss.

Traditionell werden seither vom Heimatschutzverein Welda zum Schützenfest und zum Volkstrauertag das Gedenken der Opfer von Gewalt und Krieg, sowie die Gefallenenehrungen mit ihren Kranzniederlegungen initiiert und in Gedenken an die Verstorbenen am Ehrenmal zeremoniell vollzogen und durchgeführt.

Welda St. Kilian - die neuen Glocken von 1921Nach Beendigung des Krieges im Jahr 1918 wurde von der Gemeinde für die St. Kiliankirche fleißig gesammelt und gespendet. Am 23. Mai 1921 konnten endlich die neuen Glocken von der Glockengießerei Heinrich Humpert aus Brilon in Empfang genommen werden.

Noch am selben Abend erhielten sie von Pfarrer Paul Thelen ihre kirchliche Taufe und ihre feierliche Weihung.

Die große Glocke mit 715 kg wurde  Kilianus, die mittlere mit 470 kg Maria und die kleine mit 306 kg Martha getauft.

Am Donnerstag den 27. und Freitag den 28. Mai 1921 wurden die drei neuen Glocken in den Turm der St. Kiliankirche hochgezogen und mit Klöppel und Armaturen fachmännisch montiert.

Als Zeichen des Friedens, der Hoffnung und Zuversicht auf eine bessere Zeit läuteten sie Ende Mai 1921 zum ersten Mal im Glockenturm von St. Kilian und sie tönten ein paar Tage später zur Freude der Gemeinde auch zur großen Weldaer Feldprozession.

Wenn das Glocken-Trio aus Stahl gemeinsam in Welda am 30. Mai zum 100-jährigen Jubiläum erklingt, so machen die friedlichen Töne auch heute wieder Hoffnung und geben mit ihrer klangvollen Botschaft Zuversicht auf eine ruhigere und bessere Zeit nach der Pandemie.

(Die gegenwärtige Pandemie ist zwar noch nicht überwunden, aber dank der entwickelten Impfstoffe hat sie erfreulicherweise bereits einen Teil ihres Schreckens verloren.)

 

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